Biographie

  Der 1934 in Böhmen geborene Manfred Wenzel gehört zu den Künstlern, die eine langjährige Ausbildung
und stetige berufsbedingte Weiterbildung genossen haben. Seine Lehrmeister waren sein Bruder Karlheinz Wenzel, viele freischaffende DDR-Maler, die Natur, die Kunstliteratur (durch alle Epochen) und die unzähligen Besuche der Kunstmuseen, besonders nach der Wende 1989.
Als Kunstlehrer an den Wittenberger Gymnasien erlebte er das Glück, im Lehren zu lernen! Seit den sechziger Jahren bildeten sich bei Manfred Wenzel eigene Kunstauffassungen ohne Normierung und Reglementierung heraus, die vom Lehrbetrieb in den Volkskunstzirkeln abwichen. Dazu gehörte der Blick auf die Leipziger Schule. Vorbilder waren Mattheuer und seine Schüler wie Uwe Pfeiffer. Aber auch die Plain-air Erlebnisse mit dem Zirkelmitglied Thomas Schmid prägten seine künstlerische Entwicklung. Von seinen maltechnischen Experimenten nach Max Doerner, über Spachtelpassagen, Pinselzeichnen, Lasur- und Schichtenmalerei hat er in den achtziger Jahren seine Unverwechselbarkeit erreicht. Besonders deutlich wird dies im "Mauerzyklus" (1991/92) und dann in seinen frisch und technisch gekonnten Wittenbergbildern und Elblandschaften in Mischtechnik und Eitempera. Diese Werke überzeugen durch erlebte Farbharmonie.